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Abhören aus 120 m Entfernung mit Laserlicht

Gepostet am 15. April 2015 um 15:00 Comments Kommentare (0)

 

Deutsche Forscher präsentieren eine neue, sehr leistungsfähige Abhörtechnologie. Ob sie die Ersten sind, denen das Lauschen mit Laserlicht aus größerer Distanz gelungen ist, darf bezweifelt werden.

 

In jedem guten Krimi kommt es vor, in jedem Agententhriller sowieso. Das entscheidende Gespräch im Auto. Hier werden Geständnisse gemacht, mit Drogen und Waffen gehandelt und Morde in Auftrag gegeben. Vorsichtige Gemüter lassen dabei den Motor laufen, um Wanzen vorzubeugen und Lauscher am Straßenrand abzublocken.

 

Alles vergeblich! Der Sicherheitsexperte Volker Schnapp, Geschäftsführer der Beratungsfirma Fink-Secure, weiß warum. Er hat ein Verfahren erfunden und zur Anwendungsreife entwickelt, mit dem vertrauliche Gespräche in Pkws und Gebäuden mithilfe von Laserstrahlen belauscht werden können.

 

Dazu lenkt Schnapp das Laserlicht auf reflektierende Flächen innerhalb des Autos oder des Gebäudes und wertet das zurückgeworfene Licht aus. Auf der Sicherheitskonferenz Blackout in München präsentierte er die raffinierte Methode erstmals einem kleinen Kreis von Experten.

 

Panzerglas ist kein Hindernis

 

Das Laserlicht stiehlt die Gespräche auch durch getöntes Glas und sogar dickes Panzerglas. Der für das menschliche Auge unsichtbare Lichtspion kann der Unterhaltung bequem und bei erträglicher Tonqualität folgen. "Nur Wärmeschutzgläser können Probleme bereiten, wenn sie genau jene Wellenlänge von 1000 bis 1500 Nanometern herausfiltern, die der Infrarotlaser verwendet", erläutert Volker Schnapp. Doch seine Techniker haben dieses Problem schnell gelöst. Eine zweite Laserdiode, die mit einer anderen Wellenlänge sendet, macht das Verfahren auch bei Wärmeschutzglas einsetzbar.

 

Normalerweise verdient Schnapps Firma ihr Geld, indem sie Vorstandsetagen und Entwicklungsabteilungen von Wanzen, manipulierten Telefonanlagen und ähnlichen Spionagegeräten frei hält. Alle Eingriffe an diesen Geräten hinterlassen Spuren. Entweder detektieren die Wanzenjäger verräterische Radiowellen oder sie finden das Gerät direkt mithilfe sensibelster Messtechnik. Und in gehackten Telefonanlagen lassen sich digitale Manipulationen und Reste von Schadcodes aufspüren.

 

Laserlicht hingegen hinterlässt keine Spuren. Es verschwindet rückstandsfrei und das macht es für Angreifer besonders attraktiv. Lange bezweifelten Experten, ob bei Laserwanzen die geringe Intensität des reflektierten Lichts ausreichen würde, um einem Gespräch folgen zu können. Die Erfahrungen mit laserbasierten Abhörgeräten, die bereits in den 70er-Jahren entwickelt wurden, waren jedenfalls ernüchternd.

 

Lasermikrofone sind eine alte Idee

 

Damals richtete man einen Laserstrahl auf ein Außenfenster und machte den reflektierten Strahl hörbar, indem man die Schwingungen des Fensterglases registrierte. Doch bereits beim Versuch, einen Raum im zweiten Stock von der Straße aus abzuschöpfen, musste der Spion kapitulieren.

 

Das Gesetz "Einfallswinkel gleich Ausfallswinkel" der geometrischen Strahlenoptik schickt den an der Scheibe reflektierten Laserstrahl in Richtung Wolken. Das Verfahren erwies sich als nicht praktikabel. Profis verwenden diese Lasermikrofone daher kaum noch, Amateure und Privatdetektive hingegen schon.

 

Das neue Verfahren arbeitet nach einem anderen physikalischen Prinzip, nämlich dem des Interferometers. Das von der Empfangsoptik eingesammelte Laserlicht wird hier mit dem Sendestrahl gemischt und das Ergebnis anschließend durch eine sensible Elektronik ausgewertet. Die Geräte nutzen dabei den sogenannten Doppler-Effekt aus. Der vom Objekt reflektierte Strahl hat eine geringfügig andere Frequenz als der ursprüngliche Laserstrahl.

 

Messung von Brückenschwingungen aus großer Entfernung

 

Selbst feinste Schwingungen werden so aufgefangen. Diese sogenannten Laser-Doppler-Vibrometer analysieren unter anderem die Schwingungen von Brücken im Rahmen von Instandsetzungsarbeiten. "Wenn man über hundert Meter schwingende Brückenkonstruktionen präzise analysieren kann, eignet es sich vielleicht auch zum Abschöpfen von Gesprächen", erinnert sich Schnapp an seine Überlegungen von vor zwei Jahren.

 

Seit Langem gab es zudem Hinweise auf laserbasierte Spionagesysteme, aber es waren, wenig überraschend, weder technische Informationen noch Beschreibungen öffentlich verfügbar. Immerhin veröffentlichte im Jahr 2010 das renommierte "IEEE Sensors Journal" (Volume: 11, Issue: 6 ) in den USA einen wissenschaftlichen Fachartikel, der die technische Machbarkeit nachzuweisen schien. Was noch fehlte, waren Tests von Praktikern unter realen Bedingungen. Die gibt es nun.

 

Nach einiger Bastelei gelang Schnapp der endgültige Nachweis: Die Sache funktioniert tatsächlich in der Praxis. "Wir konnten problemlos 120 Meter überbrücken", so Schnapp, "und das mit normalen, handelsüblichen Messgeräten".

 

Jede Blumenvase oder Lampe kann zum Mikrofon werden

 

Die sind zwar nicht billig, aber problemlos zu beschaffen. Mit mehr Aufwand sollten sich auch noch deutlich größere Distanzen überbrücken lassen. Alles, was nicht gerade Schall schluckt und wenigstens ein bisschen Licht reflektiert, eignet sich als Abgreifpunkt. Die Blumenvase genauso wie die Schreibtischlampe oder der Türgriff im Auto.

 

"Auch von Pappe haben wir schon Raumschall erfolgreich abgegriffen", erzählt Schnapp. Aber wer redet heute noch mit seinem Gegenüber? Schließlich gibt es doch SMS und Email. Vorsicht! Auch diese Kommunikationsmethoden sind durch Laserlicht angreifbar.

 

Wieder sind es verräterische Schwingungen. Sie haben ihren Ursprung allerdings nicht in der menschlichen Stimme, sondern in der mechanischen Energie und dem Aufbau der Tastatur. Das Klicken verrät die Botschaft.

 

Tippen auf Tastaturen lässt sich aus der Ferne verfolgen

 

 

Durch ein Schlüsselloch können Abhörexperten einen unsichtbaren Laserstrahl in einen Raum schicken und so die dort geführten Gespräche belauschen. Ein solcher Angriff funktioniert auch über Fenster.  © picture alliance / Maximilian Sc Durch ein Schlüsselloch können Abhörexperten einen unsichtbaren Laserstrahl in einen Raum schicken und so die dort geführten Gespräche belauschen. Ein solcher Angriff funktioniert auch über Fenster.

Die beiden italienischen Sicherheitsexperten Andrea Barisani und Daniele Bianco haben gezeigt, wie man diese Geräusche mit einfachsten Mitteln abgreifen kann. Als Podium wählten sie die weltweit wichtigste Hackerkonferenz Black Hat in Las Vegas.

 

Sie griffen auf das alte Prinzip der Lasermikrofone zurück. Seitdem die Profis das Interesse verloren haben, gibt es diese Geräte mehr oder weniger frei zu kaufen. Etwa in Spy-Shops im Internet. Zu gepfefferten Preisen von 30.000 Euro für ein Komplettsystem aus Sender und Empfänger, beide gut getarnt als harmlose Fotokameras.

 

Den Italienern war das zu teuer, sie bastelten sich aus einem Laserpointer und einem Fernrohr mit Fotodiode eine preiswerte Alternative. Als Untersuchungsobjekt dienten Tastaturen von Laptops, obwohl diese deutlich geräuschärmer sind als normale Bürotastaturen.

 

Dennoch gelang ihnen das Abhören. Auf dem Oszilloskop konnten sie problemlos die Schwingungsmoden der einzelnen Buchstaben unterscheiden. PINs und Passwörter offenbarten ihre Geheimnisse über 30 Meter hinweg, trotz des eher amateurhaften Versuchsaufbaus mit Wäscheklammern und Klebestreifen.

 

Abhörtechnik für nur 80 Euro

 

Die besten Ergebnisse erzielten die beiden, wenn der Laserstrahl auf die Rückwand des Notebooks zielte, möglichst in die Nähe der Scharniere. Nicht schlecht für ein Equipment, das gerade 80 Euro gekostet hat. Wie man aus den doch eher kryptischen Schwingungskurven mit Hilfe geeigneter Mathematik Buchstaben und Zahlen generiert, haben die Italiener in ihrem Black-Hat-Manuskript genau beschrieben.

 

So etwas käme den Sicherheitsspezialisten von Fink-Secure nicht in den Sinn. Sie wollen vor allem Angriffe verhindern. Wer bereit ist, mit einem sündhaft teuren Vibrometer herum zu experimentieren, muss sich daher die nötige Software schon selber schreiben.

 

Volker Schnapp arbeitet aktuell am Nachweis weiterer, noch perfiderer, Abhörmethoden, welche in Zukunft eine große Rolle spielen könnten. Hier wird nicht Laserlicht verwendet, sondern hochfrequente Strahlung. Er meint hierzu: "Wir können uns diesen Gefahren nur stellen, wenn wir wissen, von was wir reden und wie es funktioniert."

 

 


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bedrohungsszenarien für Sicherheitsmitarbeiter

Gepostet am 23. Februar 2015 um 3:40 Comments Kommentare (0)

Schlagzeile: http://www.salzburg24.at/28-jaehriger-bedroht-sicherheitsmann-mit-messer/4244335

Es ist an der Zeit für Sicherheitspersonal eine Rechtslage zu schaffen, die dieser Berufsgruppe gerecht wird. Es werden tagtäglich zahlreiche Veanstaltungen etc. geschützt und die Mitarbeiter der entsprechenden Unternehmen haben keinen gesetzlichen Schutz in Ausübung ihrer verantwortungsvollen Tätigkeit.

Dies müsste durch Interessensvertretungen etc. schnelltstens angegangen werden.



Dienstleistungen unter Berufung auf eine FOEBD-Mitgliedschaft

Gepostet am 3. Februar 2015 um 14:50 Comments Kommentare (0)

Sollten sich Berufsdetektive oder Unternehmen auf eine Mitgliedschaft oder Kooperation in bzw. mit unserem Fachverband bzw. auf den FÖBD beziehen und nicht in der Mitgliederliste oder den Assistenzpartnern verzeichnet sein, so setzen Sie sich vor einem allfälligen Vertragsabschluß auf jeden Fall mit uns in Verbindung. Wir stehen Ihnen jederzeit gerne zur Verfügung!  

Der Bundesgeschäftsführer:
     BD Kurt G. Pokorny
    mailto gf@foebd.org




Cyber-Security - Info

Gepostet am 30. Jänner 2015 um 20:00 Comments Kommentare (2)

Wussten Sie, dass in Deutschland ca. 4 Milliarden Euro Schaden jährlich (2012 Tendenz steigend)) durch fehlende Sicherheitsmaßnahmen und Schutz der IT-Infrasturktur etc. entstanden sind.

Es gibt Lösungen die Massendaten in Echtzeitverarbeitung analysieren können und den Verantwortlichen im Unternehmen über die aktuelle Bedrohungssituation aufklären können. Weiters können Gegenstrategien vorab entwickelt werden.

Einsatzgebiete Klein- und Mittelbetriebe bis hin zu Großbetrieben inklusive Industrie mit Konzernstruktur.

Bei Interesse arrangieren wir Ihnen nach einem Informationsgespräch bzw. Vorabklärung einen Workshop zu Ihren Vorstellungen.

FÖBD-Bundesgeschäftsführer
Kurt G. Pokorny, BD
E-Mail: gf@foebd.org 



 

Detektivkosten - Pressebericht Standard 2007

Gepostet am 30. Jänner 2015 um 16:00 Comments Kommentare (0)

Geliebte muss für Detektiv der Ehefrau bezahlen

Oberster Gerichtshof hat entschieden: "Schuldhafter Eingriff in das geschützte Rechtsgut Ehe"

Wien - Eine Wienerin, die mit einem Familienvater ein Verhältnis unterhalten und sich nach Bekanntwerden des Ehebruchs weiter mit dem Mann getroffen hatte, muss dessen Frau 4200 Euro Schadenersatz bezahlen. Das hat der Oberste Gerichtshof entschieden.

Die betrogene Ehefrau hatte die Fortsetzung des Verhältnisses befürchtet, ein Detektivbüro eingeschaltet, eine Videoüberwachung durchführen lassen und die Kosten bei der Nebenbuhlerin eingeklagt, nachdem ihr Mann die Scheidung eingereicht hatte.

Kontakt wieder aufgenommen

Die drei Beteiligten hatten sich zunächst bei einer Aussprache auf das Ende der außerehelichen Beziehung geeinigt und festgelegt, dass nur "unvermeidbare" Treffen zwischen dem Ehemann und seiner (Ex)-Geliebten gestattet seien. Als jedoch die Ehefrau ihre Wohnung ihren Söhnen schenkte, nahm der Mann wieder Kontakt zu der anderen Frau auf. Die Ehefrau engagierte einen Detektiv, der das Haus ihrer Rivalin per Videoüberwachung kontrollierte und beobachtete, wie der Mann mehrfach untertags für ein paar Stunden bei der Nebenbuhlerin vorbeischaute.

Obwohl diese betonte, sie sei dem Mann körperlich nicht mehr nahe gekommen, verurteilte sie der OGH dazu, die Hälfte der Detektivkosten zu übernehmen. "Die mit dem Dreiergespräch entstandene besondere Vertrauenslage führte zu einer Verpflichtung der Beklagten, für eine Aufklärung der Klägerin über die neu entstandene, wenngleich nur freundschaftliche Beziehung zu sorgen. Ihr diesbezügliches Unterlassen ist als rechtswidriger und schuldhafter Eingriff in das geschützte Rechtsgut Ehe zu werten," so die Begründung.

(APA, DER STANDARD vom 24.4.2007)


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